DAS ALFONS GRABER MUSEUM IN STEINACH AM BRENNER

Fotografie des Museums

Das Alfons Graber Museum in Steinach wurde 1990 eröffnet. Anlass dazu bot die Schenkung von 100 Bildern des Künstlers an die Gemeinde Steinach. Die Gemeinde stellte dafür ein neoklassizistisches Haus direkt an der Hauptstraße zur Verfügung, das sie als Museum adaptierte. Auf drei Stockwerken wird seither ein Großteil des Oeuvres von Alfons Graber thematisch geordnet präsentiert, während im Erdgeschoß die öffentliche Bücherei untergebracht ist. Im ersten Obergeschoß beginnt der Museumsrundgang mit den religiösen Bildern und den antiken Themen.

Darüber hinaus ist im ersten Obergeschoß u.a. die "Madonna mit dem Hl. Erasmus" (eine kleinere Fassung des Seitenaltarbildes der Innsbrucker Servitenkirche) von Martin Knoller (* 18. November 1725 in Steinach, + 24.Juli 1804 in Mailand) zu sehen.

Martin Knoller, Madonna mit dem Hl. Erasmus, ca. 1768

Martin Knoller, Madonna mit dem Hl. Erasmus, ca. 1768

Alfons Graber hat sich angeblich schon als Kind für Knoller begeistert. Die Einbeziehung einiger Arbeiten dieses, ebenfalls aus Steinach stammenden, Tiroler Barockmeisters in das Museum könnte der Ausgangspunkt für eine künftige Erweiterung der Sammlung sein. In diesem Zusammenhang bietet sich auch die Besichtigung der Altarbilder Knollers in der nur wenige Schritte entfernten Pfarrkirche Steinach an.

Text von Dr. Claudia-Doris Gadner


RÄUME

Erstes OG, Frühwerke, Schwerpunkt erste Hälfte der 30iger Jahre, antike und mythologische Themen, Kreuzigungen sowie ein kleiner Raum mit Arbeiten von Martin Knoller, den Graber sehr verehrte.

Zweites OG, Akte, Portraits, Kinderbilder sowie ein Raum mit Zeichnungen Grabers Tiroler Zeitgenossen der Zwischenkriegszeit u. a. von W. N. Prachensky, Rudolf Wacker, Hilde Goldschmidt, Ernst Nepo.

Drittes OG, Zeichnungen Grabers mit Schwerpunkt aus seiner expressionistischen Zeit.